09.10.12

Innerschweizer Daniel von Euw steht als ESV-Obmann nicht zur Verfügung

Daniel von Euw wird die Nachfolge von Mario John als Obmann des Eidgenössischen Schwingerverbandes an der Abgeordnetenversammlung (AV) 2014 nicht antreten. Der ehemalige Spitzenschwinger sieht keine Möglichkeit neben Familie und Beruf das Amt des Obmanns zu übernehmen. Dies teilte er der Spitze des Innerschweizer Schwingerverbandes (ISV) mit.

Es war im März 2008 in Schwyz, als Ernst Schläpfer zum neuen Obmann des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV) und der Ingenbohler Daniel von Euw zum Präsidenten der Abgeordnetenversammlung (AV) gewählt wurden. Dieser Karriereschritt hätte bedeutet, dass gemäss ungeschriebenem Gesetz nach sechs Jahren – also im Jahr 2014 – Obmann Ernst Schläpfer sein Amt an Daniel von Euw übergeben würde.

Vorzeitiger Rücktritt von Ernst Schläpfer
Doch es kam anders. Auf die AV 2012 in Aigle erklärte Ernst Schläpfer aufgrund von Meinungsdifferenzen im Zentralvorstand seinen vorzeitigen Rücktritt. Daniel von Euw wurde bereits damals als designierter Nachfolger von Ernst Schläpfer gehandelt. Doch für den Ingenbohler war klar, dass er als Obmann zu diesem Zeitpunkt nicht zur Verfügung stand. Bereits damals äusserte sich von Euw dahingehend, dass es aufgrund der familiären und beruflichen Situation sehr fraglich sei, ob er im Jahr 2014 den vorgesehenen Karriereschritt machen könne. Diesen bereits im März 2012 zu wagen, war für Daniel von Euw ein Ding der Unmöglichkeit.

Beruflich neue Aufgabe
Inzwischen hat Daniel von Euw beruflich eine neue Aufgabe übernommen. Er wechselte vor anderthalb Jahren vom Abteilungsleiter beim Amt für Landwirtschaft des Kantons Schwyz zur Oberallmeindkorporation Schwyz, wo er neuer Geschäftsführer und Bereichsleiter Alp ist. Diese neue Aufgabe beansprucht ihn zeitlich aber auch von der Verantwortung her sehr stark. Zudem will Daniel von Euw seine Aufgabe als Ehemann und Vater von zwei Söhnen wahrnehmen.  Seine Frau führt zusammen mit ihren beiden Brüdern ein Sportgeschäft im Kanton Uri. Das Amt als Obmann hätte von Euw von Herzen gerne übernommen. „Der Verstand sagt mir jedoch klar, dass ich für diese Herausforderung nicht die dafür benötigte Zeit und Energie aufbringen kann“, erklärt Daniel von Euw. Er steht deshalb für die Nachfolge von Mario John als Obmann nicht zur Verfügung. Familie und Beruf haben für ihn eindeutig Vorrang. Für von Euw ist jedoch klar, dass er seine Amtszeit als AV-Präsident ordentlich im 2014 beenden wird.

Wie geht es weiter?
Der Innerschweizer Vorstand nimmt den Entscheid von Daniel von Euw mit Bedauern zur Kenntnis. „Wir müssen Daniels Entschluss wohl oder übel akzeptieren“, sagt ISV-Präsident Paul Vogel. Es gelte nun nach Lösungen zu suchen. Der ISV-Vorstand werde sich demnächst zu einer Sitzung treffen und über das weitere Vorgehen diskutieren. Turnusgemäss steht 2014 das Amt des Obmanns der Innerschweiz zu.

 

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