08.11.12

Berner Schwinger Stefan Marti wegen Schlafstörungen zum Doping-„Opfer“

KilianWenger_StefanMarti_SchlussgangOberdiessbach_2012 - schwingenonline.ch

Chur – Heute 8. November 2012 informierte der Eidgenössische Schwingerverband via Medienmitteilung über den Dopingfall. Es betrifft dies den Berner Stefan Marti, welcher wegen Schlafstörungen seit 2003 ein verbotenes Medikament vom Arzt verabreicht bekommt. Er wird rückwirkend für sechs Monate gesperrt. Alle Details finden Sie unten in der Medienmitteilung des ESV.

schwingenonline.ch meint: Gerade vor dem Eidgenössischen (ESAF) 2013 in Burgdorf, werden durch diesen Vorfall nochmals alle auf das Thema sensibilisiert und aufmerksam gemacht. Somit kann es für das nächste Jahr nur gut kommen. Also jetzt jeder Schwinger seine Medikamente nochmals überprüfen, dann steht nix mehr im Wege.
Archiv: Hier gehts zum Schlussgang-Video zwischen Stefan Marti und Kilian Wenger anlässlich des Hallenschwingets 2012 in Oberdiessbach.

Mitteilung des Zentralvorstandes des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ZV ESV) zu Dopingfall

Sachverhalt:
Anlässlich des Bernisch Kantonalen Schwingfestes vom 12. August 2012 in Herzogenbuchsee ergab eine, durch Antidoping Schweiz beim 26-jährigen, dreifachen Berner Kranzschwinger Stefan Marti durchgeführte Dopingkontrolle einen positiven Befund. Marti leidet seit seiner Jugend an Narkolepsie (Schlafkrankheit). Dagegen wird ihm vom Arzt seit dem Jahr 2003 das Medikament Modasomil verabreicht. Modasomil enthält Modafinil, das auf der Liste von Antidoping Schweiz als verbotene Substanz figuriert. Marti gab anlässlich der Kontrolle an, das besagte Medikament einzunehmen, unterliess es aber, sich vorgängig eine Ausnahmebewilligung zu therapeutischen Zwecken (ATZ) resp. ein vom behandelnden Arzt ausgestelltes Attest zu beschaffen und konnte demzufolge auch kein solches vorlegen. Eine ärztliche Bestätigung hat er dann zu Beginn des Verfahrens nachgereicht.

Marti Stefan zeigte sich in jeder Hinsicht einsichtig und verhielt sich im Verlaufe des Verfahrens sehr kooperativ. Er verzichtete auf die Analyse der B-Probe. Der Sportler hatte nie die Absicht sich durch die Einnahme des Medikamentes einen Vorteil zu verschaffen. Von einer vorsätzlichen Verletzung einer Antidopingregel kann somit vorliegend nicht die Rede sein.

Urteil der Dopingkommission:

Stefan Marti wird schuldig erklärt des Verstosses gegen Ziff. 3 des ESV – Dopingreglementes vom 20.06.2009 und wird in Anwendung von Ziff. 7.2 und Ziff. 9.2 dessen  wie folgt verurteilt:

1. Eine Sperre von 6 Monaten beginnend am 16. Oktober 2012 und endend am 15. April 2013 für sämtliche Schwingfeste des ESV und dessen Unterverbände. Von der Sperre nicht betroffen sind allfällige Trainings, Besuche von Kursen und Kaderzusammenzüge.

2. Zum Bezahlen der angefallenen Kosten für die Dopingkontrolle und die analytische Untersuchung, sowie der Verfahrenskosten.

Auf die Möglichkeit eines Rekurses gegen das verhängte Urteil beim Zentralvorstand hat der Athlet schriftlich verzichtet.

Kari Ritter, Medienverantwortlicher ESV

Weitere spannende Artikel:


Kommentar hinterlassen

Nachrichten aus dem Schwingen

Feste

Dieser Beitrag ist April, April!!! Besten Dank für den Spass. 2. April 2019/schwingenonline.ch April...mehr »

Schwinger

Ittigen, 18.9.2018 – Bereits zum 40. Mal findet am 2. November 2018 der Sporthilfe...mehr »

Feste

Schwägalp AR – Die Kranzfestsaison wird am kommenden Sonntag mit dem Schwägalp Schwinget beendet....mehr »

Allgemein

Wir sagen DANKE! – Königscamp 2018 – 6. Austragung wieder ein Erfolg. Wildhaus, 15....mehr »