03.11.11

Abderhalden Cousin Kindlimann: Verletzung trifft mich sehr (Teil 1)

Fabian Kindlimann (21) vom SK Zürcheroberland gehört mit 185cm eher zu den etwas kleineren Schwingern im Felde. Dafür trumpft der Unpunnen Siebte 2011 mit kompakten 125kg Wettkampfgewicht auf. schwingenonline.ch hat den 21-jährigen Cousin von Jörg Abderhalden nach seiner Schulteroperation, an seinem Entlassungstag in der Zürcher Uniklinik Balgrist zum Interview besucht. (fox)

Fabian, wie geht es Dir zwei Tage nach der Operation?
Danke, grundsätzlich recht gut. Natürlich bin ich noch ein wenig Müde von den Schmerztabletten, aber was will man nach einer Operation anderes erwarten.
 
Was musste genau gemacht werden?
Ich hatte einen Knorpelrand-Riss im linken Schultergelenk.

Wie ist das passiert?
Angefangen hat es im ersten Gang des Unspunnen gegen Franz Föhn. Es hat mir den Hals zusammengestaucht. Nur mit Nadel-Akupunktur an der Stirn, was höllisch schmerzte, konnte ich jeweils die weiteren Gänge absolvieren. Ebenso musste ich vor jedem Gang neu tapen. Umso mehr freute mich das gute Abschneiden am Unspunnen. Anm. der Red.: Sein 7. Rang hätte zu einem Kranz gereicht, u.a. viertbester Ostschweizer.
 
Trotzdem hast Du am folgenden Samstag an deinem Heimschwingen dem Bachtelschwinget teilgenommen und tagsdarauf am Allweg-Schwinget. Wieso das?
Einerseits weil das Bachtel mein Heimschwinget ist, andererseits haben wir viel eingetapt und ich dachte halt, das geht schon. Wenn man eine ganz Saison hart trainiert, will man nicht einfach die Feste absagen. Ich schwinge für mein Leben gerne. Daher versuche immer dabei sein zu können.
 
Aber im nachhinein gesehen, war es vielleicht nicht optimal, oder?
Ja, da dringt wohl der jugendliche Leichtsinn noch durch. In der Spitzenpaarung gegen Bruno Gisler habe ich mir diesen Knorpelriss dann zugezogen. Habe dementsprechend auch keine guten Resultate mehr gemacht. Aber zu meiner Ehrenrettung kann ich sagen, dass ich am nächsten Tag auf der Allweg mit dem 5. Rang und als bester Ostschweizer, ein für mich gutes Resultat gemacht habe.
 
Aber spätestens nach dem Allweg Schwinget wusstest Du, dass Du nicht um eine Operation herumkommst. Wieso hast Du so lange mit dem Eingriff gewartet?
Das ist wirklich ein leidiges Thema. Ich musste eineinhalb Monate für einen Operationstermin warten. Ist wirklich ernüchternd. Vorallem sind es eineinhalb verlorene Monate, was den Heilungsprozess anbelangt.

Was sagt der Arzt bezüglich Heilungsprozess, sprich Aufbautraining?
Vorerst darf ich mal sechs Wochen nichts machen. Nach drei Monaten darf ich mit Bändern wieder arbeiten. Leider ist die Prognose, dass ich erst in sechs Monaten wieder richtig Schwingen darf, sprich Mitte/Ende April 2012.
 
Nach deiner Bandscheibenverletzung im 2010 ist das ein weiterer heftiger Rückschlag in deiner noch jungen Karriere. Wie gehst Du damit um?
Natürlich trifft es mich sehr und es wird wieder Tage geben, wo ich mehr Hindernisse sehe. Aber ich bin ein Kämpfer und gebe nicht auf. Das Schwingen bereitet mir zuviel Freude. Und ich habe noch Ziele, welche ich erreichen möchte.

Lesen Sie im nächsten Teil des Interviews: Fabian über seine Beziehung zu Onkel Ernst Schläpfer und Cousins Jörg und Beat Abderhalden, die Entwicklung des Schwingen u.v.m.

Weitere spannende Artikel:


Kommentar hinterlassen

Nachrichten aus dem Schwingen

Feste

30. April 2019.- Endlich ist es soweit. Ab dem 5. Mai 2019 geht es...mehr »

Feste

Dieser Beitrag ist April, April!!! Besten Dank für den Spass. 2. April 2019/schwingenonline.ch April...mehr »

Schwinger

Ittigen, 18.9.2018 – Bereits zum 40. Mal findet am 2. November 2018 der Sporthilfe...mehr »

Feste

Schwägalp AR – Die Kranzfestsaison wird am kommenden Sonntag mit dem Schwägalp Schwinget beendet....mehr »