17.04.13

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11.07.17

Redbulletin: Schwinger Remo Käser zwischen Alphorn und Rap

Schwingen hat 800 Jahre Vergangenheit und 106 Kilogramm Zukunft: Der Alchenstorfer Remo Käser ist Sohn des Schwingerkönigs von 1989 (Adrian Käser). Beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2016 festigte er vor 52.000 Fans mit Platz drei seine Position als große Zukunftshoffnung. Demnächst zu sehen ist Remo beim Unspunnenfest in Interlaken (unspunnenfest.ch), das nur alle sechs Jahre stattfindet. Der Jungstar, der gerade mal 20 Jahre alt ist, erklärt The Red Bulletin in Wörtern sein Leben zwischen Arbeit und Respekt.

TEXT: STEFAN WAGNER FOTOS: CHRISTOPH KÖSTLIN

RESPEKT

Was Schwingen so besonders macht? Das ist vor allem der Zusammenhalt. Unter Schwingern besteht ein Grundsatz der Kameradschaft. Vor und nach dem Gang (dem Kampf; Anm.) sind wir Kameraden, umschalten musst du erst in den letzten Momenten vor dem Kampf, du steigst ins Sägemehl, gibst deinem Gegner die Hand, und dann zählt nur noch, ihn aufs Kreuz zu legen. Nach dem Kampf, wenn man dem Verlierer den Rücken abgewischt hat, ist alles wieder vorbei. Man ist auch nicht nachtragend, egal wie hart der Kampf war. Der Handschlag vor und das Abwischen des Rückens nach dem Kampf sind mehr als nur schöne Gesten. Sie drücken Respekt aus, ehrlichen Respekt. Respekt und Kameradschaft, das sind die wichtigsten Begriffe unter uns Schwingern.

BÖSE

Die besten Schwinger werden „Die Bösen“ genannt. Wieso? Ich weiß es ehrlich nicht, keine Ahnung. Ich bin doch so ein Lieber! (Lacht.)

„Schwingen ist Lebensschule. Zu hundert Prozent.“

LEBENSSCHULE

Schwingen ist eine Lebensschule. Zu hundert Prozent. Schon den jüngsten Schwingern werden Fairness, Kameradschaft, Höflichkeit, Bescheidenheit, Bodenständigkeit, Demut beigebracht. Von klein auf, in jedem Training. Du trainierst nicht nur Technik und Kraft, sondern auch nach diesen Werten zu leben. Du lernst auch, dass dir nur geholfen wird, wenn du auch anderen hilfst, und dass du nur auf diesem Weg eine Chance hast, ganz nach oben zu kommen. Nur mit Hilfe deiner Konkurrenten kannst du ein Böser werden. Du musst helfen, dann wird dir geholfen, dann ist allen geholfen.

ARBEIT

Es gibt ein rundes Dutzend Schwinger, die vom Sport leben könnten. Aber Vollprofi, das ist trotzdem niemand. Es ist Tradition, dass wir alle einen bürgerlichen Beruf ausüben. Ich habe eine Lehre als Spengler absolviert, jetzt bin ich Praktikant als Videojournalist bei TeleBärn. Diese Arbeit kommt mir sehr entgegen, zumal ich den Kontakt zu Menschen schätze und auch wieder etwas Neues dazulernen kann. Ich finde es richtig, dass wir alle arbeiten. Schwingen ist ein Kraftsport, da kannst du pro Tag ohnehin nicht mehr als zwei oder drei Stunden trainieren, den Rest der Zeit brauchen die Muskeln zur Erholung. Arbeit gibt deinem Tag Struktur, die Zeit einfach mit Games oder dem Handy totzuschlagen wäre falsch. Es ist besser, du nützt die Zeit sinnvoll, in der sich deine Muskeln erholen.

PROMINENZ

Vor 50.000 Leuten in eine Arena hineinzumarschieren, da läuft es dir schon eiskalt den Rücken runter. Ja, da bist du nervös, im ersten Kampf ist jeder nervös. Aber danach löst sich das bei mir. Dann hilft mir das Publikum sogar. Wenn du in der letzten Minute eines Gangs schon an der Grenze bist, macht die Energie vom Publikum bei mir noch Reserven frei, die ich allein, die ich im Training nicht freimachen kann. Ich werde auch immer besser, je größer die Anlässe sind, ich kann das, mich vom Publikum beflügeln lassen. In der Schweiz werde ich oft angesprochen, aber ich muss nur in ein Flugzeug steigen und bin anonym. Mir gefällt beides, die Anerkennung und die Anonymität. Ich bin dankbar für die Wertschätzung in der Schweiz, dafür, dass die Leute Freude haben an dem, was ich mache. Das ist ein sehr schöner Lohn für einen Sportler! Aber ich bin auch froh, wenn ich nach der Saison mit meinen Freunden ins Ausland fahren kann, wo einem nicht so auf die Finger geschaut wird. Da kann man sich dann wie ein normaler Zwanzigjähriger benehmen, das ist zwischendurch auch nötig.

„Talent bringt dich vielleicht weit, aber Wille bringt dich weiter. Davon bin ich überzeugt.“

KONZENTRATION

Während eines Kampfes höre ich nichts. Sobald das „Gut!“-Kommando vom Kampfrichter kommt, bin ich in meiner eigenen Welt. Da kann mir einer von draußen zurufen, was er will. Ich höre es nicht. Dieses Reinsteigern bei einem Wettkampf, das erzeugt eine Intensität, die ich im Training niemals erreichen kann. Nach einem Training – das kann noch so hart gewesen sein – geht es mir am nächsten Tag gut. Aber nach einem Wettkampf, da fühle ich mich wie ein Fünfzigjähriger. Das kommt daher, dass dein Körper irgendwann sagt: Halt, hier ist die Grenze, weiter geht’s nicht. Und diese Grenze kannst du im Training nicht überwinden. Aber im Wettkampf hörst du nichts, nicht einmal den eigenen Körper.

Was Remo Käser zur Schweiz sowie den Stichworten Mürbe, Stiernacken, David gegen Goliath, Rap, Angriff und Zermürben sagt, erfahren Sie im kompletten Artikel in der aktuellen Ausgabe des „THE RED BULLETIN“ und auf https://www.redbulletin.com.

TEXT: STEFAN WAGNER
FOTOS: CHRISTOPH KÖSTLIN

09.07.17

Stefan Burkhalter neu im 100er Club

Stefan Burkhalter NOS

Rigi SZ – Stefan Burkhalter hat es geschafft. Im Alter von 43 Jahren erschwang sich der Thurgauer Eidgenossen heute am Rigi Schwinget seinen 100. Kranz. Der Landwirt aus Homburg gehört nun auch zum berühmten 100er Klub.

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27.06.17

Schwingerkönig Glarner von Gondel gestürzt

Hasliberg BE – Der amtierende Schwingerkönig Matthias Glarner hat sich bei einem Arbeitsunfall Brüche am Fuss und am Beckenring zugezogen. Er wird im Inselspital von einem spezialisierten Orthopädie-Team operiert.

Matthias Glarner ist am Dienstagmorgen vom Dach einer Gondel in Hasliberg 12 Meter in die Tiefe gestürzt. Der 31-jährige Berner Oberländer musste mit dem Rega-Helikopter ins Spital transportiert werden. Der genaue Unfallhergang wird derzeit ermittelt.

Schwere Verletzungen an Fuss und Hüfte
Im Inselspital wurden «schwerere Verletzungen an Fuss und Hüfte» diagnostiziert, wie das Spital in einer Medienmitteilung schreibt. Glarner erlitt eine vordere Beckenringsprengung und eine schwere Sprunggelenksverletzung. Beide Verletzungen werden noch am Dienstag operiert.

Glarner befindet sich in stabilem Zustand. Beni Knecht, der für die Öffentlichkeitsarbeit des Schwingerkönigs zuständig ist, sagt: «Stand jetzt ist klar, dass er mehrere Wochen ausfällt. Alles andere ist Spekulation.»

Unfall während einem Fotoshooting
Der Unfall ereignete sich bei einem Fotoshooting für die Schweizer Illustrierte, die mehrere Spitzenschwinger vor dem Unspunnen-Schwinget von Ende August bei ihrem Arbeitsalltag begleitet, wie das Magazin auf seiner Webseite schreibt. Glarner arbeitet bei den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg.

Radio Beitrag SRF 3

Quelle: SRF

25.04.17

Beat Clopath tritt zurück

Bonaduz GR – Der Bündner Eidgenosse Beat Clopath hat per sofort seinen Rücktritt vom aktiven Schwingsport erklärt. Clopath hat somit am vergangen Sonntag sein letztes Schwingfest bestritten. Er qualifizierte sich in Seewis für den Schlussgang vom Bünder Frühjahrsschwinget und verabschiedet sich nun vom Schwingsport als Schwinger. Beim Grund für seinen Rücktritt gibt er an, dass er keine Zeit mehr findet den Sport intensiv zu betreiben und dass sein Körper viel mehr Erholung braucht als früher.
Als Technischer Leiter vom Schwingclub Heinzenberg sieht man den Eidgenossen jedoch immer noch auf den Schwingplätzen.

16.04.17

Andreas Fässler tritt zurück

Appenzell AI – Der Innerrhoder Andreas Fässler hat per sofort seinen Rücktritt aus dem aktiven Schwingsport erklärt. Eine kürzlich zugezogene Schulterverletzung zwang Fässler zu diesem Entscheid. Der Appenzeller Schwingerverband und insbesondere der Schwingklub Appenzell wird in Zukunft auf eine jahrelange Teamstütze verzichten müssen.

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18.12.16

Jetzt für Matthias Glarner voten – 0901 54 49 03

Zürich ZH – Heute finden die Credit Suisse Sport Awards statt. Nebst Armon Orlik (Newcomer des Jahres) ist auch Schwingerkönig Matthias Glarner als Sportler des Jahres nominiert. Unter folgender Nummer kann für den Berner Oberländer gevotet werdeN:

Voting Matthias Glarner – 0901544903

06.12.16

Die Biographie von Jörg Abderhalden ist da

Nesslau SG – Jörg Abderhalden – Winkelried im Sägemehl
Drei Königstitel an den Eidgenössischen Schwing- und Älplerfesten von Bern (1998), Luzern (2004) und Luzern (2007), Siege am Unspunnenfest in Interlaken (1999) und Kilchberger Schwinget (2002) – Jörg Abderhalden ist der herausragende Schwinger der Schweizer Sportgeschichte.
Doch der in Starkenbach bei Alt St. Johann aufgewachsene Toggenburger aus Nesslau ist mehr als „nur“ ein grossartiger Athlet im Sägemehl. Als „Schweizer des Jahres 2007“ tritt er als Botschafter für seine Sportart und seinen Heimatkanton auf. Ob als Vater von drei Kindern, Unternehmer, Referent, Technischer Leiter oder OK-Präsident des Nordostschweizer Teilverbandsfestes von Wattwil 2016 – Jörg Abderhaldens Agenda bleibt gefüllt.
Aber weshalb sind seine Sympathiewerte nach dem Rücktritt gestiegen? Wer verbirgt sich hinter der kräftigen Gestalt? Was treibt ihn an? Weshalb engagiert er sich weiterhin für den Schwingsport? Wie sieht er die Zukunft für den Nationalsport? Woher kommt die Konsequenz, mit der er seine Ideen vertritt? Wo sucht er seine Motivation? Boomt Schwingen nur neben oder auch in der Arena?
Der St. Galler Sportjournalist Urs Huwyler, langjähriger Wegbegleiter der Familie Abderhalden und Autor des Schwingerbuchs „Könige, Eidgenossen und andere Böse“ hat das Schaffen Abderhaldens für die Nachwelt biographisch festgehalten.
Reinhardt Verlag, Basel

Jörg Abderhalden – Winkelried im Sägemehl
Autor: Urs Huwyler
Preis: Fr. 34.80
Erschienen im Friedrich Reinhardt Verlag, Basel
ISBN-Nr.: 978-3-7245-2111-2
Erhältlich in Buchhandlungen, bei Ex Libris und Weltbild

23.11.16

Orlik nominiert als Newcomer des Jahres – jetzt voten!

Zürch ZH – Armon Orlik ist an den Crediti Suisse Sport Awards nominiert in der Kategorie Newcomer des Jahres. Der junge Bündner schwang sich am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in die Herzen der Zuschauer und ist somit nominiert für den Titel Newcomer des Jahres. Untetütze Armon Orlik mit deinem Voting unter folgendem Link:

Voting Armon Orlik – Newcomer des Jahres

12.08.16

Matthias Sempach, Remo Käser & Co.: Trainingslager an der Lenk im Simmental

Lenk i.S. – In zwei Wochen steht das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest auf dem Programm. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die Schwinger bereiten sich auf das Highlight, welches nur alle drei Jahre stattfindet, vor. So auch der amtierende Schwingerkönig Matthias Sempach. Er trainierte für ein paar Tage gemeinsam mit den Klubkollegen Remo Käser, Stefan Studer, dem Basler Henryc Thönen (fehlt auf dem Foto) und Fitness-Coach Andreas Lanz an der Lenk. Lenk Bergbahnen, seinerseits Partner des Schwingklub Kirchbergs, aber auch Tourismus Lenk i.S. sowie das Gourmet- und Spa Hotel Lenkerhof waren die perfekten Gastgeber, wie Matthias und Remo auf ihren Facebook-Seiten posteten. Dabei gaben Sie in einem Video (siehe nachfolgend) auch Einblick in ihr Training.

 

31.07.16

Gratulation: 100. Kranz für Schwingerkönig Matthias Sempach auf dem Brünig

Brünig OW, 31.07.2016 – Beim Bergkranzfest auf dem Brünig gewinnt Schwingerkönig Matthias Sempach (30) seinen 100. Kranz. Der 30-jährige Berner ist erst der 21. Schwinger welcher die magische Marke erreicht.

RENE WILLENER (rw) für Schwingenonline

Matthias Sempach neu im 100er Klub
Dank dem Gewinn des neunten Eichenlaubes beim traditionellen Bergklassiker auf dem Brünig, erreichte der amtierende Schwingerkönig Matthias Sempach die Marke von 100 Kränzen. Vor ihm schafften diese magische Zahl erst 20 Schwinger, darunter sechs aus dem Bernischen Teilverband.  Rekordhalter der erfolgreichsten Kranzsammler ist momentan Arnold Forrer mit 141 Auszeichnungen.

Erster Kranz in Diensten der Südwestschweizer
Sempach erkämpfte sich seinen ersten Kopfschmuck mit 17 Jahren, anlässlich des Walliser Kantonalen 2003 in Morgins. Nur eine Woche später doppelte der junge Oberaargauer, welcher zu diesem Zeitpunkt das Bauernlehrjahr in der Westschweiz absolvierte und somit für die Südwestschweizer auf Kranzjagt ging, beim Freiburger Kantonalen nach und schwang sich erneut in die Kranzränge. Den ersten Kranzgewinn in Diensten der Berner folgte im 2004 beim Oberaargauischen in Oeschenbach. Im selben Jahr erkämpfte sich Sempach auf dem Weissenstein seinen ersten Bergkranz sowie in St. Stephan am Bernisch Kantonalen erstmals Eichenlaub an einem Teilverbandsfest.

Erster Eidgenössischer Kranz in Aarau
Diese Leistung  wurde mit der Selektion für das Eidgenössiche Schwing- und Aelplerfest in Luzern belohnt. Trotz vier gewonnenen Gängen, fehlte am Schluss einen Punkt um erstmals Eidgenössisches Eichenlaub zu ergattern. Dies gelang drei Jahre später in Aarau. Mittlerweilen befinden sich neben sämtlichen Berg- und Teilverbands- auch drei Eidgenössische Kränze in Sempach’s Sammlung.
Nicht zu vergessen die 34 Kranzfestsiege sowie unzählige Triumpfe an Rangschwingen. Als grösste Erfolge ragen der Schwingerkönigstitel 2013 in Burgdorf sowie der Sieg am Kilchberg-Schwinget 2014 heraus.

Familienmensch Sempach
Der gelernte Landwirt und Metzger arbeitet aktuell bei Futtermittellieferant Melior als Verkaufsberater. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Partnerin Heidi und dem gemeinsamen Sohn Henry.  Daneben ist er ein leidenschaftlicher Viehzüchter (besitzt mehrere Tiere, darunter auch den Siegesmuni „Fors vo dr Lueg“ vom Eidgenössischen in Burgdorf) und unternimmt gerne Reisen um neue  Länder und Kulturen zu entdecken. Zudem ist Sempach ein grosser Fan der SCL Tigers aus Langnau. Wenn es die Zeit zulässt, wird der amtierende Schwingerkönig auch im kommenden Winter gelegentlich in der Illfishalle anzutreffen sein.
Vorerst gilt jedoch die volle Aufmerksamkeit der angestrebten Titelverteidigung in Estavayer.
Seit den beiden ersten Kränzen im 2003, hat Sempach auf Südwestschweizerischem Boden immer wieder grosse Erfolge herausgeschwungen. Ob dies ein gutes Omen für den bevorstehenden Saisonhöhepunkt ist, wird sich zeigen.

Schwingenonline.ch gratuliert Matthias Sempach zum Gewinn des 100. Kranzes und wünscht ihm für die sportliche sowie die private Zukunft viel Glück und alles Gute.

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