30.07.14

Vorschau Ricken Schwinget 2014: ISV-Sieger Reto Nötzli prüft NOS-Eidgenossen

Ricken SG – Am Sonntag, 3. August steigen rund 140 Schwinger zum 57. Rickenschwingfest in die Zwilchhosen. Für etliche Spitzenschwinger dürfte der Rickenschwinget heuer eine besondere Bedeutung haben, findet doch fünf Wochen später mit dem Kilchbergerschwinget der Höhepunkt der Saison 2014 statt. Auf dem Weg dahin bedeutet ein Bergfest wie der Ricken, bei dem es nicht um Kränze geht und trotzdem stark besetzt ist, für die Selektionierten ein wichtiger Formtest für Kilchberg. Mit acht Eidgenossen und zahlreichen Teilverbandskranzern ist der Ricken denn auch wieder hervorragend dotiert und kann es in dieser Beziehung mit jedem Kantonalen  aufnehmen.
schwingenonline.ch ist am Ricken Schwinget am Sonntag live vor Ort und berichtet auf der Facebook-Fanpage laufend mit aktuellen Resultaten und Ranglisten vom Klassiker auf dem Ricken.

von Willi Giger, Medien Ricken Schwinget

Attraktive Gäste aus Einsiedeln und March-Höfe
Seit mehr als 80 Jahren bestehen die gegenseitigen Einladungen zwischen dem Rapperswiler Verband und den Clubs March Höfe und Einsiedeln. Im Jahre 2003 holte als bisher einziger Schwyzer der Rothenthurmer Eidgenosse Martin Grab den Titel vom Ricken in die Innerschweiz. Die Einsiedler sind auch heuer mit den beiden TeilverbandskranzernRokand Kälin, Schönenberg und Alex Schuler, Rothenthurm, gut vertreten. Letzterer zeigte seine Klasse am Innerschweizerischen und zuletzt auf dem Brünig, wo er den amtierenden König Matthias Sempach lange Zeit auf der Brücke hatte.
Erstmals als neue Eidgenossen treten die Gebrüder Reto und Bruno Nötzliaus Pfäffikon ins Rickner Sägemehl. Reto hat mit seinem verdienten Sieg am „Innerschweizerischen“ die ganze Schwingerwelt verblüfft. Er liess ja bereits in Burgdorf aufhorchen, wo er den neuen Schwingerkönig Matthias Sempach ins Schwitzen brachte wie kein anderer. Die Gebrüder Nötzli gewannen in jungen Jahren bereits mehr als einmal am KaltbrunnerBuebeschwinget und wollen nun auch auf dem Ricken den NOS-Bösen gehörig einheizen.. Noch nie in der bald 60jährigen Geschichte des Rickenschwingets gewann ein Aktiver des Schwingclubs March-Höfe. Schreiben Reto oder Bruno Nötzli auch hier Schwinger-Geschichte?

Toggenburger und Thurgauer als Gegenspieler?
Neben fünf Schwingerkönigen. die auf der Siegerliste stehen,  gewann in den letzten 20 Jahren 13 Mal ein Toggenburger das Bergfest auf der Wasserscheide zwischen Linthgebiet und Toggenburg. Die lange Reihe von Toggenburger Siegen möchten diesmal vor allem die beiden Eidgenossen Urban Götte, Stein, und Gerry Süess, Busswil, fortsetzen. Immer stärker in Erscheinung treten im NOS-Gebiet die Thurgauer. Die arrivierten Eidgenossen Stefan Burkhalter und Beni Notz stehen an der Spitze von talentierten Nachwuchsleuten. Vor allem der 40jährige „Burki“ ist in einer beneidenswerten Form und stellte dies in grossartiger Weise als Gast am Innerschweizer Teilverbandsfest, auf der Rigi und dem Brünig unter Beweis.

Hoffnungsträger Martin Glaus
Aussenseiter sind heuer die gastgebenden Rapperswiler Schwinger, angeführt von Rickensieger 2012, Martin Glaus. Glaus ist neben Urban Götte (2006) noch der einzige ehemalige Rickensieger im Feld der 135 angemeldeten Schwinger. Er hat aber am Glarner-Bündner, am NOS und zuletzt auf der Rigi bewiesen, dass er nach der Zwangspause den Anschluss definitiv wieder geschafft hat und deshalb auchverdientermassen für Kilchberg selektioniert wurde. Für die übrigen Rapperswiler Schwinger, angeführt von Neu-Eidgenosse Reto Holdener, Schänis und den Teilverbandskranzern Remo Büchler, Schänis, Simon Kid, Weesen, Adrian Oertig, Goldingen und Tobias Riget, Dorf-Schänis, geht es darum, am eigenen Bergfest einen sonnigen Platz auf der Rangliste zu ergattern. Vor dem Heimpublikum ist schon manchem eine Sonderleistung gelungen, warum auch diesmal nicht? Gespannt erwartet man den Auftritt der drei neuen Kranzer Roman Rüegg, Walde, Dominik Oertig, Uznach und Pirmin Gmür aus Amden vor ihrem Heim-Publikum.

Bodenständiger Rahmen
Wie es Brauch ist, werden die packenden Duelle im Sägemehl mit viel regionaler Folklore aufgewertet.. Fahnenschwinger und Alphornbläser, Platzörgeler, sowie derJodlerclub Amden sorgen für echte Bergfeststimmung. Im Festzelt spielt am Sonntag die Kapelle „Ghörsch“ aus Uznach. Seit 57 Jahren wird das Rickenmenu Suppe mit Spatz im eigenen Festzelt zubereitet und eine ebenso lange Tradition hat das Steinstossen mit dem 45kg schweren Rickenstein.
Der gesellschaftliche Auftakt mit dem Tanz- und Unterhaltungsabend in der Festhalle findet heuer ausnahmsweise bereits am Donnerstag, 31. Juli statt, dies wegen dem Feiertag am ersten August. Trotzdem wird auch diesmal die Schnitzhütte für den Barbetrieb zur Verfügung stehen. In der Festhalle spielen ab 20.30 Uhr das Duo „Tweralpspitz“ zu Tanz und Unterhaltung auf. Das OK mit Präsident Fredy John an der Spitze heisst Besucherinnen und Besucher am Donnerstagabend und am Sonntag herzlich willkommen.

Spitzenpaarungen 1. Gang:
G
laus Martin*** – Nötzli Bruno***
Götte Urban*** – Burkhalter Stefan***
Süess Gerry*** – Nötzli Reto***
Krähenbühl Tobias** – Schuler Alex**
Riget Tobias** – Zbinden Marc*
Oertig Adrian** – Meier Remo**
Rhyner Michael** – Schweizer Christof*
Kid Simon** – Inderbitzin Daniel*

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