30.06.16

Vorschau ISV Schwingfest 2016: König Forrer fordert Schuler & Co beim Heimfest

Einsiedeln SZ – Am kommenden Sonntag findet das dritte der fünf Teilverbandsschwingfester statt. Das Innerschweizer Schwingfest hat in diesem Jahr Gastrecht im Kanton Schwyz. Das Organisationskomitee unter der Leitung von OK Präsidenten Thomas Zehnder steckt momentan in den letzten Vorbereitungen um den Zuschauern und Schwingern in Einsiedeln ein unvergessliches Schwingfest bieten zu können.
Am ISV in Einsiedeln werden 229 Schwinger erwartet, wovon 18 Eidgenossen am Start sind. Der Kampf um Muni Elegant beginnt um 07.30 Uhr, wobei die Kassen bereits um 06.00 Uhr geöffnet werden. Der Schlussgang wird um 17.00 Uhr in der Arena in Einsiedeln stattfinden.
schwingenonline.ch ist in Einsiedeln am Sonntag live vor Ort und berichtet auf der Facebook-Fanpage laufend mit aktuellen Resultaten, Ranglisten und Fotos aus dem Kolsterdorf.

von Pascal Schönenberger (ps), schwingenonline.ch

Nydegger, Sempach, Clopath, Forrer und Stalder fordern den ISV
Die fünf gemeldeten Gast Eidgenossen sorgen bereits vor dem Innerschweizer Schwingfest für Höchstspannung. Der momentan stärkste Spitzenschwinger aus dem Gästelager ist momentan Arnold Forrer. Der Schwingerkönig von Nyon konnte in dieser Saison bereits das Schaffhauser Kantonalschwingfest für sich entscheiden und erkämpfte sich am vergangen Sonntag am NOS Schwingfest den Kranz in einem Spitzenrang. Der 37-jährige Überzeugte bereits bei seinem Comeback nach der Verletzung und konnte das Toggenburger Verbandsschwingfest für sich entscheiden. Im Laufe der Saison steigerte er seine Form nochmals nach oben und zeigte an seinen bisherigen Schwingfester immer eine gute Form. Dank seiner Routine gehört er am kommenden Sonntag zu den Favoriten um den Tagessieg.
Unterstützt wir Forrer aus dem NOS Lager von Beat Clopath, welcher in dieser Saison ebenfalls bereits ein Kranzfestsieg verbuchen konnte. Der Bündner Eidgenosse feierte mit einer soliden Leistung den Sieg am starkbesetzten St. Galler Kantonalschwingfest. Er gehört ebenfalls zu den Routiniers am Sonntag und ist nebst dem Schwingerkönig ein weiterer heisser Anwärter für den Tagessieg.
Die Berner Schwinger sind in Einsiedeln durch Thomas Sempach und Christian Gerber vertreten. Die beiden Emmetaler gehören momentan zum starken Berner Team, welche vor zwei Wochen das Bergkranzschwingfest am Schwarzsse dominierten. Thomas Sempach ist bekannt, dass er selten einen Gang verliert und ein Defensiv Speziallist ist. Christian Gerber befindet sich momentan in Top Form. Er gehört zu den Berner Schwingern, welche hinter den Eidgenossen das Teilnehmerfeld aufmischen. Dies wird auch am Sonntag in Einsiedeln der Fall sein.
Die Südwest- und Nordwestschweizer Schwinger senden je ein Eidgenosse und ein Teilverbandskranzer in das Klosterdorf. Bei den Südwestschweizer starten mit Michael Nydegger und Benjamin Gapany zwei Schwinger, welche das Geschehen in der Romandie dominieren. Nydegger kehrte in dieser Saison nach einer langen Verletzungspause zurück in Sägemehl und muss momentan noch Wettkampfluft schnuppern. Benjamin Gapany hingegen feierte am vergangen Sonntag den Festsieg am Freiburger Kantonalschwingfest und wird am Sonntag mit einer Extra Portion Selbstvertrauen am Sonntag an die Arbeit gehen. Beide Schwinger gehören zu möglichen Kranzkandidaten, jedoch ist ein möglicher Festsieg eher unwahrscheinlich.
Beim NWS Team stehen mit dem Eidgenossen Remo Stalder und dem Teilverbandskranzer Lorenz Blatter zwei Solothurner im Innerschweizer Sägemehl. Beide Schwinger überzeugten in dieser Saison mit den erkämpften Kränzen. Jedoch zum Festsieg reichte es in dieser Saison noch nicht. Ob die beiden NWS Schwinger vorne mitmischen werden, ist momentan noch fraglich. Lorenz Blatter könnte jedoch zum Favoritenschreck werden, wie auf dem Weissentstein 2013, als er Christian Schuler besiegte.

Schuler als grösster Innerschweizer Favorit
Für Christian Schuler ist das diesjährige Innerschweizer Schwingfest ein ganz besonderer Anlass. Als Mitglied vom Schwingclub Einsiedeln gehört er zu den Organisatoren des Schwingfestes und so war er in dieser Woche mit dem Aufbau der Arena beschäftigt. In der Nachbargemeinde ist Christian Schuler aufgewachsen und  so startete er am Sonntag nach zwei Kranzfestsiegen in der laufenden Saison als grosser Heimfavorit. Das Zuger Kantonalschwingfest sowie den Bergklassiker auf dem Stoos konnte der Rothenthurmer bereits zu seinen Gunsten gewinnen. Nach der bisherigen überzeugenden Saison steht er als grösster Favorit im Sägemehl von Einsiedeln.

Grab kommt zurück
Der „Götti“ von Christian Schuler, Martin Grab, hat in dieser Woche bekanntgegeben, dass er in seiner Heimat das Comeback geben wird. Der Rothenthurmer verletzte sich am Schwyzer Kantonalschwingfest am Knie und stand bis anhin nichtmehr im Sägemehl. Ob er wieder voll fit ist, wird sich am Sonntag in der Klostergemeinde zeigen.

Schwyzer mit viel Potential
Der Schwyzer Verband meldet wie in jedem Jahr ein das Schwinger Team mit dem grössten Potential. Angeführt wird es von Christian Schuler, Martin Grab, Bruno & Reto Nötzli, Andreas Ulrich und Philipp Laimbacher. Letzerer hatte jedoch mit einem entzündeten Schleimbüttel zu kämpfen. In welcher Verfassung er sich momentan befindet ist momentan nicht klar. Wenn er um den Tagessieg mitkämpfen will, muss er jedoch gegenüber dem Stoos Schwinget enorm zulegen.
Die Gebürder Nötzli gehören wie Andreas Ulrich immer zu den Favoriten um den Tagessieg und drücken den Wert des Schwyzer Teams immer nach oben. Reto Nötzli konnte vor zwei Jahren das ISV Schwingfest völlig überraschend für sich entscheiden. Ob einer der drei Schwinger am Abend als Sieger nach Hause reisen wird wäre durchaus möglich. Somit besitzen die Schwyzer Schwinger nicht nur das grösste Potential, über sie wird auch der Festsieg laufen.

Mittelschwinger in Lauerstellung
Wie alle Teilverbände besitzen auch die Innerschweizer viele gute Mittelschwinger, welche immer mehr an der Spitze zu finden sind. Bestes Beispiel ist Joel Wicki. Der Luzerner dominierte in der letzten Saison enorm und konnte den Klassiker am Schwarzsee bereits in seinen jungen Jahren für sich entscheiden. Auf dem Brünig wirbelte er das Sägemehl gegen die Berner Spitzenschwinger auf und besiegte in der ganzen Saison sieben Eidgenossen. In der laufenden Saison kämpfte er erst an zwei Kranzfester, da er sich auf den Lehrabschluss konzentrieren musste. Nun sind die Lehrabschlussprüfungen vorbei und Wicki kann wieder mit viel Power angreifen.
Ein weiterer Mittelschwinger welcher die Spitze immer wieder ins Wanken brachte ist Mike Müllenstein. Der Schwyzer kann momentan viel von den Eidgenossen aus seinem Team profitieren und im Schatten gross wachsen. Vor Jahresfrist siegte er bereits am Schwyzer Kantonalschwingfest. Für Spannung unter den Mittelschwingern ist sicherlich gesorgt. Jetzt steht nur noch die Frage, welcher der Mittelschwinger sich gegen die Eidgenossen durchsetzen kann.

Gast aus Kalifornien
Der Kalifornier Frank Kaech aus den USA startete am ISV Schwingfest als Gast. Der Schwinger von der Westküste bestritt im letzten Jahr das Schaffhauser Kantonalschwingfest und konnte dies mit dem Kranz verlassen. Vor Wochenfrist startete er am Freiburger Kantonalschwingfest, jedoch verpasste er den Kranz knapp. Nach dem Innerschweizer Schwingfest reist er wieder in seine Heimat zurück. Ende August sieht man Frank Kaech in der Arena von Estavayer, am ESAF, kämpfen.

Spitzenpaarungen ISV Schwingfest 2016 – Einsiedeln SZ
Schuler Christian*** – Clopath Beat***
Ulrich Andreas*** – Forrer Arnold***
Scheuber Lutz** – Gapany Benjamin**
Mathis Marcel*** – Sempach Thomas***
Imhof Andi*** – Stalder Remo***
Nötzli Bruno*** – Gloggner Hansjörg***
Grab Martin*** – Suppiger René**
Nötzli Reto*** – Fankhauser Erich***
Müllestein Mike** – Imfeld Peter***
Wicki Joel** – Nydegger Michael***
Gasser Stefan** – Gloggner Philipp***
Steinauer Adrian** – Schmid David**
Schurtenberger Sven** – Gerber Christian**
Schelbert Ralf** – Suppiger Martin***

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