23.07.14

Vorschau Brünig Schwinget 2014: Gipfeltreffen der drei grössten Teilverbände auf dem Brünig

Brünig OW – Traditionell messen sich am letzten Juli Wochenende die stärksten Schwinger aus der Innerschweiz und dem Kanton Bern in der Naturarena auf dem Brünig. Bei der diesjährigen Austragung gastieren 20 Schwinger aus der Nordostschweiz beim beliebten Bergklassiker und komplettieren das 120 köpfige Teilnehmerfeld. Mit 34 gemeldeten Eidgenossen, darunter drei Schwingerkönige, der Kilchbergsieger und der Unspunnensieger, ist das bevorstehende Kräftemessen neben dem Kilchberg-Schwinget der absolute Höhepunkt der Schwingsaison 2014. Sämtliche Tribünenplätze sind seit Jahren ausverkauft, Stehplätze sind an der Tageskasse erhältlich. Die Zuschauer werden gebeten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da die Parkplätze auf der Passhöhe beschränkt sind. Der Wettkampf beginnt ab 8.00 Uhr mit dem Anschwingen, der Schlussgang ist auf 17.00 Uhr angesetzt.
schwingenonline.ch ist am Brünig Schwinget am Sonntag live vor Ort und berichtet auf der Facebook-Fanpage laufend mit aktuellen Resultaten und Ranglisten vom Bergklassiker.

von René Willener (rw), schwingenonline.ch

Nächster Bergkranzfestsieg für die Berner?
Die bisherigen Bergkranzfeste mit Berner Beteiligung endeten jeweils mit einem Triumpf der Mutzen. Auf dem Stoos mit Kilian Wenger und Christian Stucki und vor Wochenfrist auf dem Weissenstein mit Matthias Sempach und erneut Kilian Wenger. So konnte zweimal ein Doppelsieg gefeiert werden. Zudem verbuchte mit Matthias Siegenthaler ein weiterer Berner Spitzenschwinger am Schwarzsee einen Bergsieg. Alles andere als einen weiteren Triumpf der 50 köpfigen Berner Delegation, käme bei den aktuellen Stärkeverhältnissen einer Sensation gleich.
Matthias Sempach und Christian Stucki, welche den Brünig in den Jahren 2011 und 2013 (Sempach) sowie 2009 und 2012 (Stucki) bereits zweimal als Sieger verliessen, zählen zu den absoluten Topfavoriten. Mit KilianWenger, Matthias Siegenthaler, Matthias Glarner, Simon Anderegg, Florian Gnägi, Thomas Sempach, Thomas Zaugg und Willy Graber besitzen die Berner nicht weniger als zehn Schwinger welche das Potential auf den Tagessieg besitzen. Wie auf dem Stoos und am Schwarzsee ist einneuerlicher Berner Schlussgang ein mögliches Szenario.
Zudem möchten die Favoriten die Kranzausbeute zu ihren Gunsten entscheiden und so den Rückstand in der ewigen Kranzstatistik des Brünig-Schwinget gegenüber den Innerschweizern verkürzen. Zurzeit liegen die Zentralschweizer mit 599 gegenüber 589 Auszeichnungen der Berner noch knapp in Front.
Neben den insgesamt 14 Berner Eidgenossen besitzen Jonas Lengacher, Hanspeter Luginbühl, Ruedi Roschi, Matthias Aeschbacher, Philipp Reusser, Simon Jampen und Remo Käser gute Chancen auf das begehrte Eichenlaub. Die aufstrebenden Aeschbacher, Käser, Reusser und Jampen kamen in dieser Saison bereits zu Kranzehren an Bergfesten und könnten sich mit einem weiteren Bergkranzin eine aussichtsreiche Position für eine mögliche Kilchberg-Selektion reihen. Zurzeit besitzen dabei die beiden Erstgenannten die beste Ausgangslage, als Nicht-Eidgenossen die Berner beim Saisonhöhepunkt zu vertreten.

Innerschweizer mit Aussenseiterchancen
Da Martin Grab, der nicht weniger als fünfmal auf dem Brünig gewann, verletzungsbedingt auf einen Start verzichten muss, steht mit Adi Laimbacher nur ein aktiver Brünigsieger im Aufgebot der Innerschweizer. Sein Sieg liegt allerdings schon eine Weile zurück. Der älteste der Gebrüder Laimbacher gewann im Jahre 2004 zusammen mit Heinz Sutter. Adi strebt in erster Linie einen weiteren Kranzgewinn an. Es wäre sein insgesamt 98 Kopfschmuck, den zwölften auf dem Brünig. Somit würde er mit den beiden legendären Schwingern Peter Gasser und Hansueli Mühlethaler gleichziehen.
Einen Vollerfolg auf dem Brünig fehlt Philipp Laimbacher bisher noch. Die Form des vierfachen Eidgenossen zeigt zuletzt deutlich aufwärts und der 31 jährige Sennenschwinger zählt mit Andreas Ulrich, Benji von Ah, Andi Imhof und Reto Nötzli zu den aussichtsreichsten Favoriten der Innerschweizer. Für viele Schwinger aus dem grössten Teilverband ist das kommende Kräftemessen bereits einer der letzte Prüfsteine vor dem Kilchberg-Schwinget. Eine 20 köpfige Delegation wird noch auf der Schwägalp zum Einsatz kommen, die Eidgenossen Christian Schuler und Reto Nötzli vertreten die Innerschweizer am Nordwestschweizerischen, Marcel Mathis am Bernisch Kantonalen. Mathis welcher in dieser Saison bei seinen beiden Bergkranzfesten den Kranz jeweils im letzten Gang verpasste, steht besonders unter Zugzwang, um sich einen definitive Selektion für den Saisonhöhepunkt zu sichern. Dies gilt ebenfalls für die Eidgenossen Edi Kündig, Hansjörg Gloggner und Bruno Müller.
Von den Nicht-Eidgenossen lieferten in dieser Saison mit Alexander Vonlaufen, Lutz Scheuber, Philipp Schuler, Martin Zimmermann und Joel Wicki bereits mehrere Schwinger gute Argumente um einer der 18 Startplätze zu ergattern. Mike Müllestein, Franz Föhn, Werner Suppiger, Stefan Gasser, René Suppiger und der aufstrebende Pirmin Küttel benötigen für dieses Ziel mit grösster Wahrscheinlichkeit noch mindestens einen Bergkranz auf dem Brünig oder später auf der Schwägalp.

Nordostschweizer mit drittem Gastauftritt innert 14 Tagen
Nach dem Einsatz auf der Rigi vor zwei Wochen, sowie auf dem Weissenstein vor Wochenfrist steigen die Nordostschweizer erneut ausserhalb dem eigenen Teilverband in die Zwilchhosen. Mit drei Kränzen auf der Rigi, sowie zwei Auszeichnung auf dem Weissenstein fiel die bisherige Kranzausbeute in der Ferne bisher eher dürftig aus.
Der drittgrösste Teilverband, welcher seine Kilchberg-Selektion bereits vor den beiden ausstehenden Bergklassikern bekannt gab, wird am Sonntag mit einem 20 köpfigen Kader auf dem Brünig antreten.
Mit Unspunnen – Sieger Daniel Bösch, Schwingerkönig Arnold Forrer, Michael Bless, Stefan Burkhalter, Raphael Zwyssig, Gerry Süess und Mike Peng stehen nicht weniger als sieben Eidgenossen im Aufgebot. Die Teilnahme von Fabian Kindlimann ist fraglich, sicher nicht im Einsatz steht mit Pascal Gurtner. Der Schaffhauser verletzte sich auf dem Weissenstein und musste den Wettkampf mit einer Fussverletzung bereits im ersten Gang aufgeben. Neben den erwähnten Eidgenossen kämpfen mit Ruedi Eugster, Fredi Kohler, Marcel Kuster Roger Rychen, Andreas Fässler und dem junge Armon Orlik mehrere Teilverbandskranzer um den begehrten Kopfschmuck auf dem Brünig.

 

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