04.09.14

Kilchberger 2014: SWS Schwingerverband – Ausstich wäre bereits ein Erfolg

Kilchberg ZH – Mit nur vier Schwingern stellen die Südwestschweizer  die kleinste Delegation beim diesjährigen Kilchberg Schwinget. Mit Michael Nydegger fehlt der einzige Eidgenosse verletzungsbedingt.
schwingenonline.ch ist in Kilchberg am kommenden Sonntag live vor Ort und berichtet auf der Facebook-Fanpage laufend mit aktuellen Resultaten, Ranglisten und Fotos vom Saisonhöhepunkt.

von René Willener (rw), schwingenonline.ch

Die Lücke von Pellet und Zbinden konnte noch nicht geschlossen werden
Bei der letzten Austragung des Kilchberg Schwingets hinterliess die kleine Südwestschweizer Truppe ihre Spuren auf dem Gutshof „Uf Stocken“. Vor allem die beiden Spitzenschwinger und langjährigen Teamleader im Südwestschweizerischen Schwingerverband, Hanspeter Pellet und Stefan Zbinden, prägten das Kräftemessen über weite Strecken. Zwar konnte der ältere der beiden, Hanspeter Pellet nie um den Festsieg mitreden, war aber einmal mehr der absolute Publikumsliebling in der Arena und sorgte mit seiner unwiderstehlichen Schwingweise immer wieder für ausgelassene Stimmung auf den Rängen.
Stefan Zbinden hielt lange mit den Besten mit und wurde erst im fünften Gang im Kampf um die Schlussgangqualifikation vom späteren Sieger Christian Stucki in die Schranken gewiesen.
Seit dem Rücktritt der beiden Aushängeschilder wanken die Westschweizer den restlichen Teilverbänden um Weiten hinterher. Die Lücke welche die beiden Freiburger hinterlassen haben, erweist sich nun noch grösser als zuvor befürchtet. 
Mit dem Ausfall des noch einzigen Eidgenossen Michael Nydegger, fehlt am bevorstehenden Wettkampf zudem ihr aktuelles Zugpferd. Somit könnte die Qualifikation für den Ausstich,von einem der vier Athleten bereits als Erfolg taxiert werden. Für die selektionierten Athleten geht es Vorab um Erfahrung zu sammeln, schliesslich starten sie in zwei Jahren beim Eidgenössischen in Estavayer-le-Lac nicht nur als Gastgeber, sondernzugleich als Hoffnungsträger der Südwestschweizer.

Piemontesi und Gapany als zukünftige Teamleader
Zwei dieser Hoffnungsträger und potentielle Anwärter als zukünftige Südwestschweizer Eidgenossen sind die aufstrebenden Pascal Piemontesi und Benjamin Gapany.
Der 26 jährige Pascal Piemontesi vom Schwingklub Mont Sur Rolle rückte in der vergangenen Saison erstmals richtig ins Rampenlicht als er zwei Kantonalfeste gewann. In dieser Saison überragt der Kranzgewinn am Schwarzsee.
Das erst 19 jährige Nachwuchstalent Benjamin Gapany schwang am eigenen Bergkranzfest ebenfalls gross auf und reihte sich wie Piemontesi überraschend unter die Kranzgewinner. Daneben verdiente sich Gapany die Selektion mit drei weiteren Saisonkränzen.
Komplettiert wird das vierköpfige Team durch die zwei Freiburger Thomas Glauser und Christoph Overney, welcher den Verletzten Michael Nydegger ersetzt. Diese Nomination überrascht ein wenig, da Overney den Vorzug gegenüber dem Sieger vom diesjährigen Waadtländer Kantonalen Michael Matthey erhält.

Frühe Selektion wurde Matthey und Dind zum Verhängnis
Matthey kam zu Beginn der Saison nicht richtig in Fahrt und verpasste im Gegensatz zu den beiden Freiburger Kontrahenten den Kranzgewinn beim Südwestschweizerischen in Savièse. Kurze Zeit später wurde bereits die Selektionen des Südwestschweizerischen Teilverband bekannt gegeben und der mittlerweile dreifache Kranzfestsieger wurde nur als Ersatzschwinger nominiert. Wahrscheinlich aus demselben Grund fehlt ein weiterer Schwinger, welcher in der zweiten Saisonhälfte stark auftrumpfte. Samuel Dind erreichte zwar den Kranz am eigenen Teilverbandsfest, hatte zu diesem Zeitpunkt jedoch wie Glauser, erst drei Kranzauszeichnungen vorzuweisen. Die späteren Ersatzschwinger Overney mit zwei, sowie Matthey mit nur einem Kranz lagen damals jedoch noch deutlich hinter dem 25 jährigen Sennenschwinger aus Dombresson. Anschliessend erschwang sich Dind drei weitere Kränze, unteranderem als Gast beim Nordwestschweizerischen, wo er keinen geringeren als Bruno Gisler bezwang und diesen somit um den angestrebten 100. Kranzgewinn brachte. Er hat somit sogar einen Saisonkranz mehr auf dem Konto als der aktuelle Teamleader Pascal Piemontesi mit fünf Auszeichnungen.
Es bleibt die Frage, ob der Technische Leiter der Südwestschweizer Schwingerverband Ruedi Schläfli im Nachhinein dieselben Athleten nominiert hätte.
Die vier selektionierten Schwinger werden die Antwort am Sonntag auf dem Schwingplatz in Kilchberg gleich selbst liefern.

Morgen folgt die letzte Vorschau vom Kilchberger Schwinget, über den Bernisch Kantonalen Schwingerverband BKSV

Foto: Homepage Kilchberger Schwinget

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