03.09.14

Kilchberger 2014: NWS-Schwingerverband – Klein aber oho

Kilchberg ZH – Nur gerade sieben Schwinger umfasst das Kontingent der Nordwestschweizer beim bevorstehenden Kilchberg Schwinget. Trotzdem figurieren mindestens drei Athleten im Aufgebot, welche das Potential für den ganz grossen Wurf besitzen. Die Nordwestschweizer könnten somit zu den grossen Spielverderbern avancieren.
schwingenonline.ch ist in Kilchberg am kommenden Sonntag live vor Ort und berichtet auf der Facebook-Fanpage laufend mit aktuellen Resultaten, Ranglisten und Fotos vom Saisonhöhepunkt.

von René Willener (rw), schwingenonline.ch

Bieri der Konstanteste mit 10 Saisonkränzen
Christoph Bieri war in dieser Saison der konstanteste Schwinger im Nordwestschweizerischen Schwingerverbandes. Nicht weniger als zehn Kränze sammelte der 28 jährige Untersiggenthaler im laufenden Kalenderjahr. So viele Auszeichnungen erreichte neben Bieri nur Schwingerkönig Matthias Sempach vom Bernisch Kantonalen Schwingerverband. Zusammen mit Sempach und Kilian Wenger, feierte der 189 cm grosse und 115 kg schwere Modelathlet beim Weissenstein Schwinget seinen einzigen Kranzfestsieg in dieser Saison. Bei zwei weiteren Kranzfesten landete Bieri auf dem Ehrenplatz.
Mit seiner Konstanz zählt der NWSV-Leader zu den heissesten Geheimtipps neben den favorisierten Bernern. Mit dem kleinen Kader von nur sechs weiteren Teamkameraden, wird es für den 3-fache Eidgenosse und 19-fache Kranzfestsieger jedoch ein schwieriges Unterfangen sich gegen die drei grossen Teilverbände aus der Innerschweiz, Nordostschweiz und dem Kanton Bern durchzusetzen.

Gisler und Thürig mit Hochs und Tiefs
Mit demselben Handicap starten mit Bruno Gisler und Mario Thürig zwei weiteren Geheimfavoriten zu ihren Wettkampf. In der laufenden Saison trumpften die beiden Schwinger zeitweise ganz gross auf, mussten aber ab und zu auch unerwartete Niederlagen einstecken. Trotzdem zählen die beiden Eidgenossen zu den Typen von Schwingern, welche an einem guten Tag praktisch jeden Schwinger bezwingen können und somit in der Lage sind, auch ohne Unterstützung eines starken Teams im Rücken ein grosses Fest zu gewinnen. So wie zuletzt der Aargauer Mario Thürig, welcher auf souveräne Art und Weise den Bergklassiker auf der Schwägalp gewann. Ein ähnliches Ausrufezeichen setzte der 29 jährige Holzbau Techniker bereits vor acht Jahren mit den Siegen am Innerschweizerischen und am Schwarzsee. Weiter konnte der Wyberhaken-Spezialist beim Baselstädtischen und nur drei Tage später beim Solothurner Kantonalen zwei weitere Kranzfestsiege in der laufenden Saison einfahren. Anschliessend zwang ihn eine zwischenzeitliche Verletzung am Ellenbogen zu einer längeren Wettkampfpause. Nun ist er wieder zurück und wird nach dem Schwägalpsieg mit viel Selbstvertrauen nach Kilchberg reisen. Zudem weiss Thürig wie man grosse Feste gewinnt.
Auch Bruno Gisler konnte in seiner Karriere schon mehrere grosse Kranzfestsiege verbuchen. So auch vor Jahresfrist beim Innerschweizerischen, welches der Rumisberger als sein grösster Erfolg einstuft. In dieser Saison fehlt der grosse Wurf bisher. Nicht weniger als vier Mal landete der 31 jährige Landwirt auf dem Ehrenplatz und verfehlte den Festsieg meistens nur ganz knapp. Daneben gab es aber auch einige Enttäuschungen zu verarbeiten. So verpasste Gisler bei seinem letzten Ernstkampf vor dem Kilchberg-Schwinget, am Nordwestschweizerischen seinen angestrebten 100. Kranzgewinn mit zwei abschliessenden Niederlagen. Wie sich Gisler von diesem „Schock“ erholt hat, wird sich am Sonntag zeigen.

Stalder, Erb, Thoenen und Schmid komplettieren die Delegation
Remo Stalder, Roger Erb, Henryc Thoenen und David Schmid komplettieren das Team der Nordwestschweizer. Der Eidgenosse Remo Stalder sowie Henryc Thoenen haben sich ihre Selektion  mit sechs Saisonkränzen verdient. Darunter befindet sich auch je ein Berg- und Teilverbandskranz. Ebenfalls zwei dieser prestigeträchtigen Auszeichnungen schwang Roger Erb in dieser Saison heraus. Er konnte wie David Schmid insgesamt fünfmal Kopfgeschmückt die Heimreise antreten.
Als Ersatzschwinger wurden Patrick Räbmatter und Nick Alpiger nominiert.

Morgen folgt die Vorschau über den Südwestschweizer Schwingerverband SWSV

 

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