24.08.16

Vorschau ESAF 2016: Bernisch Kantonaler Schwingerverband

Estavayer-le-Lac FR – schwingenonline.ch präsentiert in fünf verschiedenen Vorschauen die fünf verschiedenen Teilverbände des Eidgenössischen Schwingerverbandes in der Hinnsicht auf das Eidgenössische Schwinge- und Älplerfest 2016. Heute mit dem Bernisch Kantonalen Schwingerverband.

von René Willener (rw), schwingenonline.ch

Das wichtigste in Kürze:
Die Berner starten als klare Favoriten in den Wettkampf. Alles andere als die erneute Eroberung des Königstitels, käme einer Enttäuschung gleich. Zwar besitzen andere Teilverbände ebenfalls einige Königsanwärter in ihren Reihen, doch die Breite an absoluten Spitzenschwingern könnte den Ausschlag zu Gunsten eines Athleten aus dem Bernisch Kantonalen Schwingerverband geben.

Königsanwärter:
Matthias Sempach, Christian Stucki, Kilian Wenger, Matthias Glarner, Bernhard Kämpf, Remo Käser, Thomas Sempach

Kein anderer Teilverband startet mit einer solchen Dichte an absoluten Topfavoriten im Kampf um den Königstron. Angeführt wird die 56-köpfige Delegation vom aktuellen Schwingerkönig Matthias Sempach. Dank den Bergkranzfestsiegen am Schwarzsee und auf der Rigi behauptet der 30 jährige Oberaargauer nach wie vor die Leaderrolle im Bernbiet.
Mit Christian Stucki und den drei Oberländern Kilian Wenger, Matthias Glarner und Bernhard Kämpf, dem Aufsteiger der Saison Remo Käser sowie dem Brünigsieger Thomas Sempach folgen weitere Schwinger mit dem Potential zur Krone. Ein Fragezeichen steht einzig hinter dem Gesundheitszustand von Christian Stucki. Zuletzt verpasste der Seeländer mehrere Kranzfeste und konnte daher erst vor kurzem ins Sägemehl zurückkehren. Beim gemeinsamen Abschlusstraining, anlässlich des letzten Kaderzusammenzugs vom vergangenen Samstag auf dem Schwingplatz beim Restaurant Löwen Kernenried, machte der Seeländer Hüne jedoch einen soliden Eindruck.
Dasselbe gilt für die zuletzt angeschlagen Simon Anderegg, Matthias Siegenthaler und Florian Gnägi, welche in Vollbesitz ihrer Kräfte ebenfalls das Potential zu den erweiterten Königsanwärtern besässen. Momentan sieht es danach aus, dass die Verletzungen und Blessuren bis zum Eidgenössischen soweit abgeklungen sind, dass einem Einsatz der drei wichtigen Teamstützen nichts mehr im Wege steht.

Anwärter auf ersten eidgenössischen Kranz:
Remo Käser, Matthias Aeschbacher, Christian Gerber, Philipp Reusser, Patrick Schenk, Adrian Schenkel, Hanspeter Luginbühl, Reto Schmid, Simon Mathis, Simon Röthlisberger, Stefan Studer

Matthias Aeschbacher und Remo Käser, welcher sogar als Geheimfavoriten auf den Königstitel gehandelt wird, sind mit Abstand die stärksten Nicht-Eidgenossen im Bernischen Team. Der erste Eidgenössische Kranz wäre der verdient Lohn, für die vielen starken Auftritte der beiden Hoffnungsträger seit den letzten Titelkämpfen in Burgdorf.
Dahinter gibt es viele weitere solide Berg-oder Teilverbandskranzer, welche durchaus das Potential zum nächsten Schritt, dem ersten eidgenössischen Kranz besitzen. Durch die Ausgeglichenheit der Berner Mittelschwinger, ist eine mögliche Rangordnung schwierig festzulegen. Ein Mix aus Tagesform, Routine und dem nötigen Wettkampfglück wird schlussendlich entscheiden, welche dieser Schwinger ab dem kommenden Sonntag neu den Status des Eidgenossen besitzen.
Es ist zu erwarten, dass neben Aeschbacher und Käser, ein bis zwei weitere Berner Schwinger das angestrebte Ziel vom ersten eidgenössischen Kranz erreichen. Dabei besitzen die Emmentaler Christian Gerber und Philipp Reusser aufgrund der gezeigten Leistungen in dieser Saison, sicher nicht die schlechtesten Karten.

Grund zur Hoffnung:
Pünktlich zum Saisonauftakt melden sich mit Christian Stucki, Florian Gnägi, Simon Anderegg und Matthias Siegenthaler, vier wichtige Teamstützen nach Verletzungspausen zurück. Somit kann die angestrebte Titelverteidigung praktisch mit der bestmöglichen Truppe in Angriff genommen werden.
Trotz mehreren Titelkandidaten ist die Stimmung im Team ausgezeichnet. Die 56-köpfige Delegation wird als geschlossene Einheit wargenommen.  Gelingt es den Bernern diese mannschaftliche Geschlossenheit auch im Sägemehl zu umzusetzen, wird es für die Herausforderer eine Herkulesaufgabe. Der Königstitel würdefür drei weitere Jahre im Bernbiet bleiben.

Grund zur Sorge:
Die Berner können sich eigentliche nur selber schlagen. Zudem haben mehrere Titelaspiranten die magische Grenze von 30 Jahren überschritten. Bisher ist es noch keinem Schwinger gelungen, diese Marke zu knacken.

Diesjährige Kranzfestsieger:

3 Kranzfestsiege:        Matthias Sempach – Oberaargauisches, Schwarzsee, Rigi

2 Kranzfestsieg:          Remo Käser – Mittelländisches, Emmentalisches

1 Kranzfestsieg:          Matthias Glarner – Bernisch Kantonales

                                          Florian Gnägi – Seeländisches

                                          Bernhard Kämpf – Oberländisches

                                          Christian Stucki – Südwestschweizerisches

                                          Thomas Sempach – Brünig

 

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