18.02.17

Das Organisationskomitee Estavayer2016 hat das Ziel erreicht

Estavayer-le-Lac FR – Das Organisationskomitee Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest Estavayer2016 zeigt sich überaus zufrieden. Die Bilanz ist mehr als positiv. Die Zahlen sind schwarz und der Erfolg ist auf zwei Ebenen erkennbar. Die erreichten Zahlen ermöglichen es die vielen Helfervereine, respektive die etwa 6‘000 Helfer, die zum Fest sei es auf der sportlichen, festlichen wie auch menschlichen Ebene sehr viel beigetragen haben, gemäss dem erstellten Budget auszubezahlen. Die Herausforderung die Westschweiz sowie Deutschschweiz zusammenzubringen wurde mit Brillanz erreicht. So waren mehr als 280‘000 Besucher auf dem 90 Hektaren grossen und von der Sonne befluteten Festgelände anwesend.
Sechs Monate nach dem prägendsten Anlass im Jahre 2016 zeigen sich die Organisatoren anlässlich der Präsentation der Schlussbilanz des 44. Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest Estavayer2016 mit einem zufriedenen Lächeln. Die Zahlen sind positiv. Gestützt auf die Vereinsstatuten gehen drei Viertel der verbliebenen Einnahmen an die Helfervereine (total 64‘000 Helferstunden à CHF 10.–), wobei 80 Prozent der Helfer aus der Broyeregion stammten. Dies zeigt die ausserordentliche Beteiligung und Unterstützung der Region. Zudem wurden 72 Prozent der Mandate und Aufträge an Unternehmen aus der Region oder der zwei Kantone Freiburg und Waadt vergeben. Der Rest der verbliebenen Einnahmen geht an den Trägerverein Estavayer2016, bestehend aus dem Freiburger Kantonalen Schwingerverband und dessen neun Schwingklubs.
Estavayer2016 kann sich aufgrund mehrerer positiven Faktoren glücklich schätzen. Es bleiben ausschliesslich positive Erinnerungen haften. Über 280‘000 Zuschauer auf dem 90 Hektaren grossen Festgelände mit ununterbrochenem Sonnenschein bei einer Temperatur von 55°Grad Celsius, gemessen auf der Höhe von einem Meter ab Boden. Die verschiedenen Sponsorenstände, die sechs grossen Kantinen sowie das Gabenrestaurant haben rund um die Uhr ihre Produkte angeboten. 26’650 Gipfeli, 58’000 Würste und 11’850 Poulets, 240’0000 Liter Bier, 200’000 Liter Wasser sowie 100’000 Liter Süssgetränke wurden verkauft. Eine Verkehrsüberlastung konnte vermieden werden, was dazu führte, dass alle Schwingfans am Samstag- und Sonntagmorgen pünktlich in der Schwingerarena waren. Die Eröffnungszeremonie, eine Premiere an einem «Eidgenössischen», hat schon am Freitagabend ca. 30‘000 Zuschauer in die Arena gelockt. Die Zuschauer der Eröffnungszeremonie konnten beim Ausgang der Arena eine Kollekte zugunsten des Vereins Just for smiles hinterlegen. Dem Präsidenten Joel Broye wurde anlässlich der Medienkonferenz ein Check von CHF 21‘540.– übergeben. Das mediale Interesse am Event hat dazu geführt, dass eine Million Personen das Fest auf Facebook verfolgt haben. Weiter war der „hashtag #esta16“ der erfolgreichste in der Schweiz während des ganzen Wochenendes. Zudem zeigte eine vom OK lancierte Umfrage eine gute bis sehr gute Zufriedenheit von 90% der angefragten Personen.

Wenn sich Leidenschaft und Emotionen verbinden
Die mit 52’016 Personen besetzte und ausverkaufte Arena bot Unterhaltung, Leidenschaft und Emotionen vom Anfang bis zum Schluss. Der prägendste Moment des „Eidgenössichen“ war die Krönung des Schwingerkönigs Glarner Matthias. Der Schlussgang zwischen Glarner und Orlik war der absolute Höhepunkt aus sportlicher Sicht. Beim Steinstossen mit dem Unspunnenstein war der Schwyzer Remo Schuler mit 3.77 Meter der Gewinner. Zusammenfassend waren die Sportwettbewerbe sehr leidenschaftlich und voller Elan: 275 Schwinger, 120 Steinstösser sowie 400 Hornusser haben ihr Bestes gegeben. Sportbegeisterte die nicht Zugang in die Arena hatten, konnten die Wettkämpfe live im Public Viewing verfolgen.
Sowohl Westschweizer wie auch Deutschschweizer haben sich zahlreich für den grössten nationalen Sportanlass interessiert und sich aufs Festgelände begeben. Vor dem Fest haben sich über 30’000 Personen für einen Besuch des Gabentempels sowie die Baustellenführungen interessiert und waren somit schon am Fest vor dem Fest. Nach der offiziellen Festplatzeröffnung am Freitagvormittag wurde das Festplatzareal von den zahlreichen Besuchern eingenommen, die Stimmung war unvergesslich, ruhig und von einer wunderbaren Atmosphäre geprägt. Dabei war wohl der emotionalste Moment der Einmarsch der Schwinger am Samstagmorgen.

Einige Erkenntnisse aus dem Nachhaltigkeitsbericht
Im Wissen um die Wichtigkeit der Nachhaltigkeit eines Grossanlasses, wurde eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, die den verschiedenen Themen gerecht werden sollte und um die einzelnen Abteilungen und Stäbe des Organisationskomitees zu sensibilisieren. Dazu wurden Indikatoren und Ziele definiert.
Um den CO2 Ausstoss zu vermindern, wurden die Besucher eingeladen, Gruppentransporte zu organisieren, den ÖV zu benutzen sowie sich in der Region mit Fahrrädern zu bewegen. Die Ziele wurden zum Teil sehr gut erreicht. Die Benutzer des öffentlichen Verkehrs waren zahlreicher als geplant (Arenabesucher, Festgeländebesucher sowie Helfer) was sehr positiv ist. Hingegen war der Individualverkehr um einiges höher als die Nutzung des Busangebotes. Im Durchschnitt haben die Festbesucher 145 Kilometer (Hin- und Rückfahrt) zurückgelegt. Die zahlreichen Besucher aus der Region haben vor allem den öffentlichen Verkehr benutzt. Die Besucher mit Herkunft ausserhalb der Region haben sich vor allem mit dem privaten Auto verschoben.
Betreffend Energiekonsum auf dem Festgelände war das Ziel einerseits den durchschnittlichen Tageskonsum eines Schweizers auf 60 Prozent zu reduzieren. Andererseits diesen auf 60 Prozent reduzierten Konsum mit ausschliesslich „grüner Energie“ anzubieten. Die Ziele wurden nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen. 209’000 KWh wurden während den drei Festtagen gebraucht, um auf dem Festplatz den Festablauf zu gewährleisten. In Relation entspricht dies pro Besucher einem Verbrauch von 0.28 KWh pro Tag. Dies zeigt klar auf, dass der Energieverbrauch um einiges tiefer ist als ein durchschnittlicher täglicher Verbrauch pro Einwohner in der Schweiz (19,16 KWh / Tag).
Im Zusammenhang mit dem Abfall war das Ziel weniger als 0.5 kg pro Person/Tag zu produzieren. Dies wurde knapp nicht erreicht. Durchschnittlich wurden 0.525 kg pro Person und Tag erreicht. Der mit 23’000 Personen besetzte Camping hat dies sicherlich auch beeinflusst. So reisten schon viele Camper am Donnerstag an und blieben bis Montagmorgen auf Platz. Der Campingplatz zählte mehr als doppelt so viele „Einwohner“ wie die Stadt Payerne.

Stand der Infrastrukturen
Sieben Wochen dauerte der Aufbau. Innert drei Wochen war die Baustelle sozusagen geräumt. Der Flugplatz Payerne konnte den Flugbetrieb – wie vereinbart – wieder aufnehmen und die immense Arena sowie die Infrastruktur rund herum sind Geschichte. Die Flugpisten konnten in perfektem Zustand und in den mit dem Kommandanten abgemachten Fristen übergeben werden.

Und jetzt…
Diesen Freitag, 17. Februar 2017 in Freiburg, luden der OK-Präsident Albert Bachmann und die Direktorin Isabelle Emmenegger zur letzten Medienkonferenz ein. Die operative Leitung des Projekts wird sich zurückziehen und ein etwas kleineres Komitee wird übernehmen. Dies setzt sich aus dem Präsidenten, dem Sekretariat und dem Kassier zusammen. Die Geschäftsstelle wird am 30. März 2017 geschlossen. Als Kontaktadresse bleibt info@estavayer2016.ch bestehen. Estavayer2016 wird aber weiterleben! Die Eidgenössische Fahne bleibt in der Region. Diese wird dann mit der OK-Delegation Estavayer2016 Ende August 2019 ans nächste Eidgenössische nach Zug reisen.

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